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"Paperweights - Gläserne Briefbeschwerer - Paperweights of the World"

Weitere Paperweights - Links:
  • Paperweights. Baccarat (1764 to 2003).
  • Paperweights. Clichy (1837-1870).
  • Paperweights. Saint-Louis (1767 to date).
  • Einleitung - Foreword
    • Paperweights, heute wie vor 150 Jahren, ein liebevoller Anachronismus; dtsch./engl.*
    Geschichte und Entwicklung der Paperweights - History
    • Die Glaskunst im alten Ägypten und in Vorderasien
    • Die Bedeutung Roms in der Verbreitung des Glases
    • Die Bedeutung Venedigs
    • Die ersten Briefbeschwerer
    • Pietro Bigaglia, der Glasmacher aus Murano
    • Venedig bestimmt den Weg des Glases in Europa
    • Der Weg zu den Paperweights über Böhmen, Frankreich und England
    • Der Begriff "Paperweight"; dtsch./engl.*
    Die Herstellung der Paperweights - Making
    • Das Material Glas - seine Ver- und Bearbeitung
    • Die Techniken des Einschmelzens der Glaseinschlüsse: Ofenglas, Hotglas
    • Die sog. Kalifornische Paperweight-Technik
    Die Hersteller der Paperweights - Makers
    • 1. Manufakturen; 2. Studioglass-Paperweights; 3. Lampenglas-Paperweights
    1. Manufakturen - Factories and Workshops
    • Böhmen und Schlesien (um 1840-1930), Böhmische "Briefbeschwerer"
    • Pausenarbeiten aus Böhmen, Schlesien,
    • Thüringen, Sachsen und Bayern (1890-1945, 1960 bis heute)
    • Murano - Venedig (um 1840 bis heute)
    • Baccarat (1764 bis 2003); dtsch./engl.*
    • Clichy (1837-1870); dtsch./engl.*
    • Saint-Louis (1767 bis heute); dtsch./engl.*
    • St. Mandé (1841-1857)**
    • Pantin (1850-1890)
    • Val Saint-Lambert (Ende 19. Jh.)**
    • Whitefriars (1680-1980)
    • Bacchus (um 1850)
    • Perthshire (1968 bis heute)
    • Paul Ysart
    • Caithness Glass (1969 bis heute)
    • Selkirk Glass (1977 bis heute)
    • "J"-Glass John Deacons (1979-1983, 1987 bis heute)
    • China (1930 bis heute)
    • Amerika (1850-1885): New England Glass, Mt. Washington, Boston & Sandwich Glass
    2. Die Glasstudios - The Studios
    • Abelman Art Glass
    • Correia Art Glass
    • farfalla Studios**
    • Peter Holmes Studios**
    • Lotton Art Glass
    • Lundberg Studio Glass, James Lundberg and Daniel Salazar
    • Orient & Flume Art Glass
    • Parabelle Glass (Millefiori)
    • Josh Simpson Glass
    3. Die Einzelkünstler - The Artists
    • Roland ("Rick") Ayotte mit Tochter Melissa; dtsch./engl.*
    • Ray und Bob Banford
    • Andrew Byers
    • Jim Brown (Millefiori)**
    • Christopher ("Chris") Buzzini
    • Jim Donofrio
    • Karen Federici**
    • Drew Ebelhare (Millefiori)**
    • John Gooderham (Miniatures)
    • Randall ("Randy") Grubb
    • Harold Hacker, Robert und Ronald Hansen
    • Charles Kaziun
    • James und Nontas Kontes
    • Dominick Labino
    • Peter McDougall**
    • William Manson**
    • Johne Parsley
    • Ken Rosenfeld
    • Barry Sautner (Objekte, Skulpturen)
    • Gordon Smith
    • Paul Joseph Stankard; dtsch./engl.*
    • Delmo und Debbie Tarsitano
    • Victor Trabucco mit Söhnen Jon und David
    • Mayauel Ward
    • Francis Whittemore
    Sammlertipps - Hints for Collectors

    Zur Pflege von Paperweights - The Care of Paperweights

    Fachwörter - Glossery

    Museen mit Paperweight - Sammlungen - Museums

    Bildnachweis - Photo Credits

    Literaturverzeichnis - Bibliography

    Anmerkung - Footnote:
    (Diese kleine Artikelreihe wird von uns langsam, aber kontinuierlich ergänzt und vervollständigt. Schauen Sie doch einfach ab und zu wieder auf unsere Webseiten. Oder schreiben Sie uns bitte, was Sie lesen möchten.
    From time to time, - gradually -, you will find supplements on paperweight - themes here on our websites even in your language; please stop by. Thank you.)

    Zeichenerklärung - Legende: *) bereits erschienen/already published; **) nicht im Buch enthalten/not included in our book


    Willkommen in der herrlich schönen Welt der Paperweights bei farfalla Paperweights, seit 1976!

    Der Begriff Paperweight

    Der Paperweight? Der, die oder das Paperweight? Der Briefbeschwerer? Damit erst gar nicht der Verdacht aufkommt, daß es sich um eine dumme Frage handeln könnte, sei gleich der Hinweis gestattet, daß natürlich nicht eine internationale Gewichtsklasseneinteilung in der Sportart Ringen gemeint ist, die mit paperweight = Papiergewicht (bis 48 kg) bezeichnet wird. Paperweight, das ist hier also in dieser Bedeutung des Wortes ein "Papier-leichtes Gewicht": Leichter als Fliegengewicht und um vieles leichter als die Klasse "Leichtgewicht", eben "Papiergewicht".

    An diesem Beispiel ist auch deutlich die Problematik des speziellen englischen Wortes "Paperweight" bei der Übertragung ins Deutsche zu erkennen. Ohne groß zu überlegen, würde man heutzutage das Wort Paperweight mit "Briefbeschwerer" übersetzen. Das wäre aber nun doch nicht richtig, wenn man den einleitenden Absatz berücksichtigt, der das ganze Gegenteil von "Beschwerer" mit "paperweight", gleichbedeutend "schwer - also leicht - wie Papier" feststellt.

    Die Übersetzung wäre ebenfalls nicht richtig, wenn man in der englischen Sprache des 19. Jahrhunderts forscht. In der Zeit, in der nämlich richtige, praktische (und natürlich auch unpraktische) Briefbeschwerer aus unterschiedlichsten Materialien ihre Hochkonjunktur hatten. So wird man feststellen, daß hier fast immer nur von "letter weights" die Rede ist. Logisch: "Letter weights" - Gewichte zum Beschweren von Briefen. Da aber auf dem Gebiet der "bunten Glaskugeln", also nicht das der eigentlichen Briefbeschwerer, die Franzosen von Anfang an führend waren, muß man in die französische Sprache gehen, um eine Erklärung zu finden. Hier wurde sehr bald parallel zu "boule de sulfure" auch von "presse-papier" gesprochen. Das Wort "lettre-presse" oder "presse-lettre" ist nicht verbreitet.

    Es ergab sich zwangsläufig, daß mit der Verbreitung dieser ganz speziellen französischen "Briefbeschwerer", der "Papierpresser", der "bunten Glaskugeln", bis weit nach England und Amerika nur die entsprechende englische Übersetzung populär wurde. Da aber in der Zwischenzeit fast niemand mehr diese bunten Kugeln zum Beschweren von Briefen verwendete, da sie für diesen Zweck nicht ideal und nicht mehr modern waren, war es unwichtig, ob man im Englischen nicht mehr "letter-weight" oder aber "paperweight" sagte. "Paperweight" war eben für jeden Englisch sprechenden Menschen die wortwörtliche und korrekte Übersetzung des französischen Wortes "pressepapier" oder presse-papier. So fand der Begriff Paperweight über die englische Sprache sehr schnell weltweite Verbreitung.

    Wie der Gebrauchsgegenstand "letter-weight", der ursprünglich äußerst praktische Briefbeschwerer, heute aus unserem Alltagsleben fast völlig verschwunden ist, so auch das Wort, zuvor aus der Anwendung, später aus den Wörterbüchern. In der neuesten Ausgabe "The Oxford Library of English Usage" ist "letter-weight" nicht mehr aufgeführt. Jedoch das Wort "paperweight". Wer würde in der deutschen Sprache das Wort Briefbeschwerer überhaupt noch kennen und anwenden, wenn es nicht die vielen bunten Glaskugeln, die unechten Briefbeschwerer gäbe? Richtige, echte Gebrauchs-Briefbeschwerer sind den meisten Menschen doch schon seit langem nicht mehr bekannt.

    Inzwischen aber gibt es unzählige Sammler dieser "bunten Glaskugeln", die allerdings überwiegend in den USA zu Hause sind. Sie alle sprechen nur noch von Paperweights. Bücher über Paperweights sind fast ausschließlich in Englisch geschrieben. Die Kunst der Paperweights hat sich in Amerika seit 30 Jahren mit den vielen frei und selbständig arbeitenden Paperweight - Künstlern verselbständigt. Dies alles führte zu einer völlig neuen Kunstrichtung, die bei den Kunstmalern, aber auch bei den Bildhauern (engl. Sculptors) anzusiedeln ist: die Kunst der Paperweights - eine fast ideale Mischung von Malerei und Plastik (Skulptur). Da gerade die deutsche Sprache aufgrund der starken politischen und wirtschaftlichen Ausrichtung auf den Westen, auf alles Amerikanische, gerne Anglizismen und Amerikanismen in sich aufnimmt, war es nur nahe liegend, das Wort Paperweight so schnell aufzunehmen.

    Sicher wird "der Paperweight" zunächst nur als terminus technicus existieren und bei vielen Nichtsammlern und Nichtfachleuten ein Kopfschütteln hervorrufen. Aber schließlich sind solche Wörter, wie "das Paperback", das Taschenbuch, und "der Computer" schon nach relativ kurzer Zeit in die allgemeine deutsche Sprache übernommen worden. Im Gegensatz zur englischen Sprache, die das ältere Wort "letter-weight" bald nicht mehr kennen wird, könnte aber (und wird inzwischen auch) in der deutschen Sprache noch zusätzlich das alte Wort Briefbeschwerer zu Unterscheidungszwecken herangezogen werden.

    So hat sich der größere Teil der Paperweight-Sammler in Deutschland stillschweigend darauf geeinigt, daß mit dem Wort Briefbeschwerer neben seiner ursprünglichen Bedeutung für richtige Briefbeschwerer auch jedes irgendwie geformte und gefärbte Glasobjekt bezeichnet werden kann. Paperweight und Briefbeschwerer überschneiden sich jedoch häufig. Oft ist es nur eine persönliche, subjektive Einstellung oder Beziehung zu einer derartigen "Glaskugel", sich für das eine oder andere Wort zu entscheiden. Ein Paperweight (in der deutschen Sprache verwendet!) ist aber immer nur ein "Briefbeschwerer" aus Glas oder Kristall, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt wurde, und zwar in den bekannten Glashütten Frankreichs, Englands, Amerikas, Venedigs und Böhmens. Oder aber, es handelt sich nicht um eine Arbeit der genannten Glashütten, also nicht um eine echte Antiquität, sondern um die heute wieder in alter Manier, meist in den traditionellen Kristallerien, oder in aufwendiger, teilweise vollkommen neuer Technik von Einzelkünstlern oder in Künstlergemeinschaften in Glasstudios entstehenden Objekte. Gute Beispiele hierfür sind Saint-Louis und Baccarat in Frankreich sowie Paul Stankard, Rick Ayotte und die Künstlergemeinschaft Lundberg Studios, alle in den USA.

    Eine vollkommen neue Art beachtenswerter und begehrter Paperweights, die ebenfalls zum Sammeln anregen, ist seit den 70er Jahren zuerst mit Caithness Glass, seit 1978 auch mit Selkirk Glass nach Deutschland gekommen. Völlig neue Glastechniken und -technologien ermöglichen es jungen, kreativen Glasbläsern, eine futuristische Welt oder verzauberte Gebilde aus unzähligen Luftblasen, Farbwirbeln, Schleiern, Spiegelungen und unterschiedlichen Farben und Formen in die kleine Welt der Glaskugel zu zaubern.

    Daß es Grenzfälle, "nur Briefbeschwerer" oder aber "schon Paperweights" (unterschiedliche Wertestandards) geben wird, ist allen Paperweight - Sammlern bewußt. Letztlich entscheidet der Sammler selbst über die Qualität seiner Sammlung. Alles ist relativ, aber immer spielt die Subjektivität stark hinein. Es bleibt immer ein sehr persönliches Sammelgebiet, das sich niemals wie eine Briefmarkensammlung lückenlos komplettieren und taxieren läßt. In dieser Manier werden Paperweights auch nicht gesammelt. Der Fachausdruck Paperweight hat sich nicht nur in Deutschland und in den Englisch sprechenden Ländern eingebürgert. Auch in Frankreich, Italien und Spanien spricht man unter den Sammlern immer speziell von den Paperweights, obwohl man auch dort noch, wie in Deutschland, die alte Bezeichnung für das Wort Briefbeschwerer kennt. Diese sind:

    engl.: Letter weights (alt), Paperweights
    franz.: Presse-Papiers
    ital.: Fermacarte
    span.: Pisapapeles



    Möchten Sie mehr Interessantes aus der Welt der Paperweights erfahren, so empfehlen wir das Buch "Paperweights of the World" (engl.), Monika Flemming & Peter Pommerencke, 4th Edition 2007, with Revised Price Guide; ISBN: 0-7643-2520-5, Schiffer Publishing Ltd.

    Das Originalbuch "Paperweights - Gläserne Briefbeschwerer" (dtsch.) ist vergriffen.

    Welcome to the beautiful World of Paperweights of farfalla Paperweights, Munich, since 1976!

    The Concept of "Paperweight"

    In the nineteenth century genuine, practical (and impractical) paperweights of a great variety of materials reached their pinnacle. One will find that term used was almost always "letter-weights." Logically, weights to hold down letters are "letter weights." But since the French were leaders from the start in the realm of the "colorful glass balls," rather than that of actual letter weights, we must look into the French language to find an explanation. Here, parallel to the term "Boule de sulfure," the term "presse-papier" soon came into being. The term "lettre-presse" or "presse-lettre" did not catch on.

    It was inevitable that, with the spread of this very special French "letter weight", the "paper presser", into Britain and America, only the corresponding English expression became popular. But since hardly anyone still used these colorful spheres to hold down letters and since they were not ideal for the purpose and no longer modern, it was of no importance whether they were still called "letter weights" or "paperweights" in English. For every English-speaking person, "paperweight" was the literal and correct translation of the French term "presse-papier". Thus the term "paperweight", via the English language, spread very quickly throughout the world.

    Since the utensil originally called the "letter-weight" has disappeared almost completely from our present-day daily life, so too has the word, first from everyday use and then from dictionaries. Genuine, truly useful letter-weights have been unknown to most people for many years.

    Meanwhile, countless individuals have come to collect these colorful glass balls that, to be sure, are at home mostly in the USA. Books about paperweights have been written almost exclusively in the English language. Since the German language, because of its strong political and economic ties with the West, happily absorbs all sorts of Americanisms, it is no surprise that the word "paper-weight" was picked up so quickly

    The paperweight collectors in Germany know that the word Briefbeschwerer in addition to its original application to actual letter-weights, can also apply to glass objects of varying shapes and colors. Paperweight and Briefbeschwerer often overlap. Often it is only a personal, subjective inclination to a paperweight that makes them choose one word or the other. But a "paperweight" is limited to a "Briefbeschwerer" made of glass or crystal around the middle of the nineteenth century, and mostly made at the well-known glassworks of France, Britain, America, Venice or Bohemia. Or alternatively, it applies not to a piece of work from those particular glassworks or to a genuine antique, but to present-day objects made in the old style usually at the traditional glassworks, or by laborious methods by individual artists in glass studios. Good examples of this are Saint-Louis and Baccarat in France; and Paul Stankard, Rick Ayotte and the Lundberg Studios group, all in the USA.

    A completely new type of noteworthy and desirable paperweights are those that have reached Germany since the seventies, at first from Caithness Glass and since 1978 also from Selkirk Glass. Completely new glass techniques and technologies have made it possible for creative young glass-blowers to conjure up a futuristic world or enchanting scenes, made of countless air bubbles, swirls of color, veils, reflections and various colors and shapes, all in the small world of the paperweight.

    There will always be borderline cases that are "only" Briefbeschwerer or "just" paperweights, and every paperweight collector knows this. In the end, the collector himself decides on the quality of his collection. Everything is relative, and subjectivity plays an important role. It remains a very personal area of collecting that can never be completed and chronicled without a gap. The concept of the paperweight has found a home not only in Germany and the English-speaking countries. In France, Italy, and Spain too, the collectors speak of paper-weights, although there too, as in Germany, the old names for the "Briefbeschwerer" are still known. They are:

    English: letter-weights (old); paperweights
    French: presse-papiers
    Italian: fermacarte
    Spanish: pisapapeles

     


    You like to know and to learn more about the beautiful World of Paperweights? See the great book: "Paperweights of the World"; Monika Flemming & Peter Pommerencke, 4th Edition 2007, with Revised Price Guide; ISBN: 0-7643-2520-5, Schiffer Publishing Ltd., Atglen, PA 19310 USA; Phone: 610-593-1777

     



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